Milliarden für das Super-Hirn
Das «Human Brain Project» aus Lausanne und das «Graphene»-Projekt aus Göteborg haben den bislang grössten Wettbewerb um EU-Forschungsmittel gewonnen. Kommissarin Neelie Kroes stellte die stolzen Gewinner des «Projektwettbewerbs für Zukunftstechnologien» am Montag in Brüssel vor. Europas Position als «Supermacht des Wissens» hänge davon ab, «wie es uns gelingt, das Undenkbare zu denken und die besten Ideen zu verwirklichen», sagte sie.
Damit ging ein vor drei Jahren gestarteter Auswahlprozess zu Ende, an dem sich 26 Bewerber beteiligt hatten. Kroes musste allerdings einräumen, dass die ambitionierte Finanzierung noch nicht ganz in trockenen Tüchern sei. Konfrontiert wurde sie auch mit der Frage, warum ausgerechnet ein Projekt aus dem EU-Ausland Schweiz aus den Brüsseler Töpfen gepäppelt werden muss.
Beim «Human Brain Project» will ein Team um den Neurowissenschaftler Henry Markram an der polytechnischen Uni Lausanne mithilfe der grössten Versuchsanlage das menschliche Gehirn im Detail simulieren. Das bessere Verständnis des Gehirns solle neue Ansätze gegen neurologische Erkrankungen liefern, sagte Kroes. Zwar sei die Teamleitung in der Schweiz, doch seien viele Mitgliedsländer beteiligt, und die Schweiz müsse die Finanzierung mit stemmen.
http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Wissenschaft-ist-immer-ein-Risiko/story/27101770
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